Was oder wer ist die Wissenschaftliche Schule Basilio?


Wenn es Gott nicht gäbe, gäbe es keine Menschen. Gott ist der Schöpfer aller Seelen oder Geistwesen. Er hat sie in Liebe geschaffen und hat sie mit den Eigenschaften Liebe, Intelligenz und Freiheit versehen. Die Wissenschaftliche Schule Basilio achtet das Prinzip der Religionsfreiheit – wie sie bereits in vielen Ländern dieser Welt existiert. Es war diese Religionsfreiheit, die es der Institution ermöglichte, sich im Jahr 1915 in Buenos Aires, Argentinien, zu strukturieren, um schließlich im Jahr 1917 gegründet zu werden. Die Lehre der Schule wendet sich an alle Menschen und ist für alle Menschen. Die Wissenschaftliche Schule Basilio hat weltweit 356 Schulen. In der Schule wird kein Unterschied zwischen den verschiedenen Rassen gemacht. Die Schulen befinden sich in Mittelamerika, Südamerika, den USA, Europa, Australien unter anderem. Die Wissenschaftliche Schule Basilio beginnt ihre ersten Schritte mit den geistigen Erkenntnissen der Gründer, Blanca Aubreton de Lambert und Eugenio Portal.

Danach hat die Schule ihren Weg fortgesetzt, basierend auf der “Neuen Idee” von Jesus von Nazareth. Das Kernziel der "Neuen Idee" ist die Wiederanbindung des Menschen an unseren Schöpfer und uns auf diese Annäherung vorzubereiten. Dies geschieht, indem wir die Lehre Jesu verbreiten, so wie sie bis vor dem 1. Konzil von Nicäa (325 n.J.) Bestand hatte. Die Schule feiert auch religiöse Feste. Teilweise liegen sie zur selben Zeit wie in manch anderen Religionen, z.B. das Erlösungsfest (Ostern) und Weihnachten mit Maria und Josef, die die biologischen Eltern Jesu waren.

Religionen haben ihren Ursprung in dem tiefen Bedürfnis der Menschen, sich (wieder) mit Gott  zu verbinden. Es ist ein Bedürfnis, eine Sehnsucht der Seele bzw. des Geistwesens, das als Mensch geboren wurde. Gott hat die Religionen nicht geschaffen. Denn er macht keine Unterschiede. Keine Religion verfügt über die absolute Wahrheit. Diese ist auf dieser Welt nicht bekannt, sondern sie ist da, wo das Licht, also unser Schöpfer, ist. Jede Religion hat ihren Teil der Wahrheit und alle Wahrheiten können sich verbinden, allerdings mit Hilfe unterschiedlicher Rituale und Praktiken. Das Wichtigste ist, dass sich jeder bei der Ausübung der jeweiligen Praktik als Geschöpf Gottes und als Bruder oder Schwester aller begreift und fühlt. So lernt der Mensch, andere Menschen als seine Geschwister zu respektieren.
Alle Menschen sollen erfahren, dass sie in erster Linie eine Seele oder Geistwesen in einem biologischen Körper sind. Diese Lehre hilft jedem Menschen, existentielle Fragen zu beantworten wie zum Beispiel, woher die Menschen kommen, wozu sie hier auf Erden sind und wohin es gehen soll.

Diese Lehre ist eine Religion. Sie versucht, die Menschen mit Gott wieder zu verbinden (religare=wiederanbinden). Dieses Vorhaben ist das wesentlichste und höchste Gründungsziel der Schule. Ihr Motto und ihre Existenzgrundlage lauten: “Auf den Weg zu unserem Schöpfer über die Liebe in Wahrheit und Gerechtigkeit”.
Eine weitere zentrale Absicht der Schule ist es, zu versuchen, dass wir unserem Schöpfer gegenüber wieder würdig werden, indem die Philosophie der Lehre Jesu von Nazareth, die er vor 2000 Jahren brachte, in die Praxis umgesetzt wird. Die Schule ist wissenschaftlich, weil sie forscht. Dies erlaubt eine Religion ohne Dogmen. Sie forscht im Feld der mentalen Aktivität (Intuition, Instinkt), die die Psyche mit ihren Funktionen umfasst. Alle Menschen besitzen Intuition, geistige oder mentale Aktivität, weil alle eine Psyche haben.
Die Propheten, die auch als Apostel bekannt sind, konnten mit Hilfe ihrer Psyche die Weisungen des Guten wahrnehmen und interpretieren. Oft gelang es ihnen auch, ihre Wahrnehmungen schriftlich niederzulegen. Diese Aufzeichnungen sind nützliches Material für viele Religionen  - die Schule erachtet sie als gut und achtbar, solange sie dabei unterstützen, das Verhalten der Menschen zu verbessern und die Menschen zum Schöpfer zurück zu führen.
Jesus konnte als reine Seele mit Hilfe seiner Psyche geistige Botschaften empfangen, um zu erfahren, welchen Weg er einzuschlagen habe. Die Psyche steht jedem Menschen zur aktiven Kommunikation mit der geistigen Realität zur Verfügung.

Die geistige Lehre Jesu von Nazareth liefert Gründe und Ursachen für das Leiden der Menschen auf der Erde und erklärt auch, warum es so viele unterschiedliche Schicksale gibt. Die Geburt/Wiedergeburt als Mensch ist für die Seelen eine gegebene Realität. Diese Realität sollte nicht mit phantasievollen Erklärungen verwechselt werden.
Die Geburt und das Leben als Mensch sind Bestandteile einer geistigen Ordnung, die dem Menschen erlauben, sich in einem menschlichen Körper aufzuhalten. Als Mensch ist er mit einer Psyche ausgestattet, die ihm das Denken, das Erfassen und das Interpretieren geistiger Kommunikation ermöglicht.
Das Prinzip der Wiedergeburt eröffnet die Möglichkeit, mehrmals als Seele oder Geistwesen in einen menschlichen Körper zurückzukehren: das kann in unterschiedlichen Leben, in unterschiedlichen Familien, Körpern, etc. geschehen. Die Geburt und Wiedergeburt als Mensch verfolgt die Absicht, die Evolution der Seelen oder Geistwesen zu fördern, die sich vom Schöpfer entfernt haben, oder wie im Falle von Jesu von Nazareth, um eine Aufgabe zu erfüllen.
Man sagt manchmal, dass eine Seele oder Geistwesen nach dem Verlassen seines Körpers, in einem Tier wiedergeboren wird. Das ist nicht möglich, da es nicht der Ordnung Gottes entspricht. Diese Ordnung besagt, dass eine Seele einzig und allein in einem menschlichen Körper geboren und/oder wiedergeboren werden kann.
Diese Ordnung von Geburt bzw. Wiedergeburt als Mensch sind Indikatoren dafür, dass die Seele bzw. das Geistwesen die Gelegenheit erhält (zurück) zu kommen, um ihren geistigen Zustand zu verbessern. Anders ausgedrückt: die Seele betreibt ihre Evolution ohne Rücksicht auf die Religion, die sie als Mensch hat. Ursache hierfür ist die Tatsache, dass sich die unterschiedlichen Konfessionen alle zum Ziel gesetzt haben, den Menschen zu Gott zu führen.

Der Mensch glaubt oft, dass Gott bestraft. Die Schule vertritt die These, dass das menschliche Leiden das Ergebnis jener Unordnung ist, die die Seelen/Geistwesen in ihren Leben oder in der geistigen Welt (wenn sie keinen menschlichen Körper haben) selbst verursacht haben.
Der Mensch ist also eine Seele, die für eine gewisse Zeit in einem menschlichen Körper verweilt. Zwischen seinen Wiedergeburten als Mensch verbleibt er in einer geistigen Dimension und lebt eine rein geistige Existenz, weil er auf seine Geburt bzw. Wiedergeburt als Mensch warten muss. Die Schule vertritt die Auffassung, dass die Erlösung für alle Seelen oder Geistwesen ohne eine einzige Ausnahme vorgesehen ist. Das ist möglich, weil keine ewigen Strafen existieren. Die Ordnung Gottes ist es, die es ermöglicht, dass die Unordnung der Seele überwunden werden kann. Gott mit Seiner Ordnung gibt allen die Möglichkeit, ihre Evolution zu suchen. So kann die Seele das tun ohne zu leiden. Die Einsicht der Seele führt dazu, dass sie ihre Auflehnung aufgeben und damit ihre Evolution beginnen kann.
Für den Menschen allein - ohne die Unterstützung einer Konfession - ist es sehr schwer, den Weg der geistigen Evolution zu finden. Auch wenn er den Willen zur Überwindung hat, braucht er eine orientierende geistige Führung und Kenntnisse, um sich auf den Weg des Guten zu begeben.
Gott zu lieben, hilft besser zu leben und alle Menschen zu respektieren. Dann ist es unwichtig, welche Konfession oder welche Hautfarbe man hat. Die Lehre der Erlösung ist universal. Sie ist für das Geistwesen und nicht für eine bestimmte Konfession. Man kann nicht die Ordnung Gottes einsperren oder  in Grenzen setzen, da sie für alle Seelen bestimmt ist.

Die geistige Lehre der Wissenschaftlichen Schule Basilio vertritt die Ansicht, dass das Schicksal bestimmte Bedingungen des menschlichen Lebens umfasst, die die Seele akzeptiert, bevor sie als Mensch geboren wird.  Zu diesen Bedingungen zählen: das Geschlecht, die Rasse und einige, nicht alle, Behinderungen. Das Geschlecht, ob Mann oder Frau, wird genetisch vererbt. Die als Mensch lebende Seele ist aber vor Gott gleich. Die Rasse impliziert die Wahl einer Familie in einem natürlichen, biologischen, sozialen und kulturellen Kontext. Bei den Behinderungen gelten nur die, die der Embryo in der Zeit vor dem 8. Tag nach der Zeugung  in sich trägt. Nach diesem Tag verbindet sich die Seele mit dem Embryo. Wenn sich die Seele – beraten vom Guten - dazu entschieden hat, als Mensch (wieder)geboren zu werden, wählt sie den Embryo, dessen Schicksal, die die günstigsten Voraussetzungen liefert, um ihre geistige Evolution anzustreben.
Die Suche nach Evolution ist nicht festgelegt und wird im täglichen Handeln erzeugt. Der Aufwand, die Überwindung, der Wille zur Veränderung zum Guten, die Einsicht in die Wechselfälle des Lebens helfen der Seele dabei. Die eigene geistige Evolution anzustreben bedeutet, sich zu korrigieren, sich zu ändern und besser werden. Dieses Bestreben nach Evolution braucht die Erkenntnis, die Reue, die Absicht und den Willen zur Veränderung zum Guten hin. Sie wird sichtbar im Handeln, welches die geistige Evolution fördert. Schüler Jesu interpretieren verhängnisvolle Umstände, Unfälle oder die existierende Unordnung auf dieser Welt nicht als Strafe Gottes. Die Seele wird zu Gott zurückkehren, indem sie mit Hingabe und Kraft ihre Evolution betreibt; wenn sie zurückkehren, ist ihr Zustand rein, frei von Unordnung und Disharmonie.

Die geistige Ordnung des Schöpfers hat die Bildung des Universums ermöglicht. Das Universum bildete sich gemäß den Naturgesetzen. So entstand ein Ort für die Geschöpfe Gottes, an dem sie geboren und wiedergeboren werden und ihre geistige Evolution suchen können. Der Mensch zerstört momentan die Erde und leidet immer mehr, weil er das natürliche Gleichgewicht stört.

Die Medizin versucht, den kranken Körper zu heilen. In manchen Fällen kann sie nichts mehr ausrichten. In diesem Fall handelt es sich um eine als Mensch geborene Seele, die zutiefst verstört ist. Diese Seele gibt sich auf, sie wünscht sich, ihren Körper zu verlassen und zu gehen. Sie hat keine geistige Stärke. In einer solchen Situation ist das Vertrauen in irgendeinen guten Glauben eine große Hilfe für die Seele, um ihr geistiges Ungleichgewicht zu überwinden.

Ernesto Guido Boeri
Geistiger Hauptkoordinator (GHK)
Wissenschaftliche Schule Basilio
Buenos Aires